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Vorgestellt werden auf dieser Seite sehenswerte Städte in der Umgebung mit interessantem kulturellen Angebot:
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Die Hansestadt und Universitätsstadt Greifswald ist rund 25 km von der Insel Usedom entfernt. Sowohl das historische Straßennetz als auch viele mittelalterliche Gebäude der 1250 gegründeten Stadt haben sich erhalten. Zu den bedeutendsten erhaltenen Bauwerken gehören zwei gotische Wohnspeicherhäuser aus dem 14. / 15. Jahrhundert am Marktplatz und ein Renaissancegiebelhaus aus dem 16. Jahrhundert in der Knopfstraße. Das rot angestrichene, barocke Rathaus (siehe Foto) dominiert als größtes Gebäude den rund 100 m x 100 m großen Marktplatz, der als einer der schönsten in Deutschland gilt. Das gesamte Stadtbild dagegen prägen die hohen Türme der drei gotischen Kirchen St. Nikolai, St. Marien und St. Jakobi. Im Dom St. Nikolai wurde Caspar David Friedrich, der größte Sohn der Hansestadt Greifswald, 1774 getauft. Einige seiner Werke kann man in der Gemäldegalerie des Pommerschen Landesmuseums direkt gegenüber dem Marktplatz bewundern. Greifswald ist aber nicht nur Museumsstadt, sondern in erster Linie Universitätsstadt. Die rund 7000 Studenten studieren an einer der ältesten Universität im Ostseeraum, die im Jahre 1456 gegründet wurde. Sehenswert ist besonders das zentrale Unigelände: Dort reihen sich um einen Innenhof herum Universitätsgebäude aus dem 18. und 19. Jahrhundert zu einem bemerkenswerten architektonischen Ensemble aneinander.
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Im Mittelalter war die 1234 gegründete Hansestadt Stralsund neben Lübeck eine der mächtigsten und reichsten Städte im Ostseeraum: Heutige Zeugen dieses früheren Reichtums sind vor allen Dingen die drei mächtigen gotischen Kirchen, die alle in der aufwendigeren Basilika-Architektur errichtet wurden. St. Nikolai kann sogar eine doppeltürmige Anlage aufweisen, St. Marien ist mit ihrem über 100 m hohen Turm die größte Kirche Vorpommerns. Am Alten Markt befindet sich das gotische Rathaus, das zu den bedeutendsten mittelalterlichen Profanbauten im Ostseeküstenbereich zählt. Beeindruckend ist die hohe, durch 7 polygonale Pfeiler gegliederte Schauwand (siehe Bild). In den noch weitgehend original erhaltenen Stadtklöstern sind heute Museen untergebracht. Im ehemaligen Katharinenkloster in der Mönchstraße befinden sich das Meeresmuseum und das Kulturhistorische Museum. Stralsund ist aber nicht nur
Museumsstadt, sondern auch Hafenstadt. Das Hafengebiet
am Strelasund, der Meerenge zwischen dem Festland und der Insel
Rügen, ist unbedingt sehenswert. Apropos Insel: Wenn man vom
historischen Stadtzentrum Stralsunds spricht, fällt häufig auch die
Bezeichnung Altstadtinsel. Das historische Zentrum ist nämlich vollständig von Wasser umgeben, einerseits vom
Strelasund, andererseits
von großen Teichen, die früher Teil der mittelalterlichen Wehranlagen
waren.
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Direkt gegenüber der Insel Usedom liegt Wolgast, eine traditionsreiche Kleinstadt am Peene-Ufer mit rund 14000 Einwohnern, die 1282 Stadtrecht nach Lübecker Vorbild erhielt. Die Gebäude der frühen Stadtentwicklungsphase sind fast alle verschwunden, jedoch sind das mittelalterliche Straßennetz und viele Häuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert erhalten geblieben. Ältestes Gebäude ist die mächtige gotische Basilika St. Petri. In ihrem beeindruckendem Innenraum kann man auch die Gruft der Pommernherzöge besichtigen. Um das barocke Rathaus aus dem Jahre 1724 (siehe Bild) gruppieren sich eine Reihe schöner historischer Häuser, unter denen sich auch ein alter Kornspeicher befindet. Dieser Speicher beherbergt heute das Stadtmuseum, in dem Exponate aus vielen Jahrhunderten Wolgaster Stadtgeschichte ausgestellt sind. Das Rungehaus, das Geburtshaus des romantischen Malers Philipp Otto Runge, befindet sich ebenfalls in Wolgast. Es ist beinahe vollständig im Originalzustand erhalten und wird heute als ein Museum genutzt, das den künstlerischen Werdegang Runges nachzeichnet. Im Museumshafen befindet sich eine weitere touristische Attraktion: Dort ankert die historische Eisenbahndampffähre "Stralsund", die 1890 in Dienst gestellt und 1990 stillgelegt wurde.
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Wie Greifswald und Stralsund kann auch die ungefähr 10000 Einwohner zählende Kleinstadt Grimmen, die in rund 55 km Entfernung von der Insel Usedom liegt, auf eine mehr als 700-jährige Geschichte zurückblicken. 1267 wird die Siedlung das erste Mal genannt, 1304 erhält sie lübisches Stadtrecht. Drei Stadttore (siehe Foto) der mittelalterlichen Befestigungsanlagen, das Stralsunder, Greifswalder und das Mühlentor, sind noch erhalten. Sie stammen alle aus dem 14. Jahrhundert. Aus dem 14. Jahrhundert datiert auch das sehenswerte Rathaus aus Backstein. Seine Marktfront ziert ein reichgegliederter gotischer Dekorationsstufengiebel. Ältestes Bauwerk Grimmens und ebenfalls gotisch ist die Marienkirche, eine dreischiffige Backsteinhalle mit viergeschossigen Westturm. Ein paar Schritte von der Marienkirche entfernt befindet sich das Heimatmuseum, dessen Ausstellungsräume im Mühlentor und in einem Nebengebäude untergebracht sind.
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Die rund 16000 Einwohner zählende Hansestadt Anklam liegt im malerischen Peenetal und ist weniger als eine halbe Stunde Autofahrt von den Usedomer Kaiserbädern entfernt. 1264 erhielt Anklam Stadtrecht und hat seitdem eine sehr wechselvolle Geschichte erlebt. 1945 wurde die Stadt fast vollständig zerstört: Nur noch wenige historische Gebäude trifft man heute leider an. Sehenswert ist die St.
Marienkirche (siehe rechte Bildhälfte), eine Hallenkirche aus dem
13. Jahrhundert mit bemerkenswerter Innenausstattung und -ausmalung. Die andere
gotische Backsteinkirche St. Nikolai ist seit Kriegsende Ruine.
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© Andreas Reuter