Heringsdorf (3/3)

          

Die beiden Weltkriege hat Heringsdorf unbeschädigt überstanden. Das Wirken des Feriendienstes des FDGB (Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes) und Bandschäden verursachten jedoch zwischen 1945 und 1990 einen nicht unbedeutenden Verlust an wertvoller Bausubstanz. Trotzdem sind noch sehr viele historische Pensionen, Villen und Hotels erhalten, die mehr als nur erahnen lassen, dass die so genannte kaiserzeitliche Bäderarchitektur in Heringsdorf vielleicht ihren grandiosen Höhepunkt erlebt hat. Kurz gesagt: Das Seebad ziert auch heute noch eine vornehme Eleganz.

Wo wir schon bei den Superlativen sind: Die Seebrücke in Heringsdorf ist nicht nur die längste in Vorpommern, sondern auch in Deutschland: Über 500 m Länge misst sie. 1995 wurde sie eingeweiht, nachdem der Vorgängerbau, die Kaiser-Wilhelm-Brücke, die rund 50 m kürzer war, 1958 endgültig in die Brüche ging und Heringsdorf somit 37 Jahre brückenlos blieb. Die Breite des steinlosen und feinkörnigen Sandstrandes, den sie überspannt, beträgt dagegen "nur" 100 Meter.
Größere Fotos sind in meinem Usedom-Portal in der Rubrik  Heringsdorf vorhanden.